Deutschland

Deutschland. Ein Wintermärchen

Heinrich Heine ( 1797 - 1856 ) 

 

Er schrieb diese Versepos 1844:

            

                     Kapitel I

 

Im traurigen Monat November war`s

Die Tage wurden trüber,

Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

Da reist ich nach Deutschland hinüber.

 

Und als ich an die Grenze kam,

Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen

In meiner Brust, ich glaube sogar

Die Augen begunnen zu tropfen.

 

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,

Da ward mir seltsam zumute;

Ich meinte nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.

 

Ein kleines Harfenmädchen sang.

Sie sang mit wahrem Gefühle

Und falscher Stimme, doch ward ich sehr

Gerührt von ihrem Spiele.

 

Sie sang von Liebe und Liebesgram,

Aufopferung und Wiederfinden

Dort oben, in jener besseren Welt,

Wo alle Leiden schwinden.

 

Sie sang vom irdischen Jammertal,

Von Freuden, die bald zerronnen,

Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt

Verklärt in ew`gen Wonnen.

 

Sie sang das alte Entsagungslied,

Das Eiapopeia vom Himmel,

Womit man einlullt, wenn es greint,

Das Volk, den großen Lümmel.

 

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,

Ich kenn auch die Herren Verfasser;

Ich weiß, sie tranken heimlich Wein

Und predigten öffentlich Wasser.

 

Ein neues Lied, ein besseres Lied,

O Freunde, will ich euch dichten!

Wir wollen hier auf Erden schon

Das Himmelreich errichten.

 

Wir wollen auf Erden glücklich sein,

Und wollen nicht mehr darben;

Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,

Was fleißige Hände erwarben.

 

Es wächst hienieden Brot genug

Für alle Menschenkinder,

Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,

Und Zuckererbsen nicht minder.

 

Ja, Zuckererbsen für jedermann;

Sobald die Schoten platzen!

Den Himmel überlassen wir

Den Engeln und den Spatzen.

 

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,

So wollen wir euch besuchen

Dort oben, und wir, wir essen mit euch

Die seligsten Torten und Kuchen.

 

Ein neues Lied, ein besseres Lied!

Es klingt wie Flöten und Geigen!

Das Miserere ist vorbei;

Die Sterbeglocken schweigen.

 

Die Jungfer Europa ist verlobt

Mit dem schönen Geniusse

Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,

Sie schwelgen im ersten Kusse.

 

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,

Die Ehe wird gültig nicht minder -

Es lebe Bräutigam und Braut,

Und ihre zukünftigen Kinder!

 

Ein Hochzeitkarmen ist mein Lied,

Das bessere, das neue!

In meiner Seele gehen auf

Die Sterne der höchsten Weihe -

 

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,

Zerfließen in Flammenbächen -

Ich fühle mich wunderbar erstarkt,

Ich könnte Eichen zerbrechen!

 

Seit ich auf deutscher Erde trat,

Durchströmen mich Zaubersäfte -

Der Riese hat wieder die Mutter berührt,

Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

 

Hinweis: Weiterlesen? - Hier geht es zum Kapitel II.

http://gedichte.xbib.de/Heine_gedicht_Deutschland.+Ein+Winterm%E4rchen%2C+Caput+II.htm

 

Meine Gedanken zu Deutschland heute:

Ich lese gerade in der Zeitung einen Leitartikel mit der Überschrift

"Die USA brauchen eine breite Allianz".

Wozu eigentlich?

Meine Meinung dazu:

Auch Deutschland braucht eine Allianz.

Diese muss sich aber auf den nationalen Interessen, sowohl geo-politisch als geo-wirtschaftlich, aufbauen.

Es kann also nur eine Allianz sein, die sich auf der Grundlage der Gleichberechtigung aufbaut.

Wir Deutschen brauchen keine Doktrin zur Erreichung der Weltherrschaft.

Wir Deutschen brauchen ein nationales   W e r t g e f ü h l.

Dieses baut sich auf den Fleiß, Forscherdrang und der Innovationen der Bürger auf.

Dadurch konnten wir in der Welt schon einen hohen Stellenwert erreichen!

Wir Deutschen müssen nicht nur mit England, Frankreich, Russland usw. sondern auch mit den USA, in gleicher   A u g e n h ö h e  völkerrechtlich anerkannt sein.

Ich glaube, wenn sich unsere Politiker dies auf <ihre Fahne schreiben>, dann werden auch mehr Landsleute  wieder zur Wahl gehen.

 

Kommentar:

Bekannt ist die Forderung < Auf die eigene Kraft vertrauen...>.

Nach der heutigen politischen, wirtschaftlichen und vor allem militärischen neuen Konstellation in der Welt muss für unser Vaterland als Priorität die Schaffung einer Bundeswehr  mit allen modernsten Waffen, die es heute gibt,  gesetzt werden.

Nur dadurch kann Deutschland seine Souveränität   f r e i   in Anspruch nehmen! 

 

Mein aktueller Beitrag:

 

​Z. Z. läuft ja ein Prozess gegen die sogenannten <Reichsbürger> in der heutigen BRD.

​Ich kann diese Deutsche nicht bejahen, weil ich Ihr Anliegen nicht genau kenne.

​Mann kann nun mal das Rad der Geschichte nicht zurück drehen.

​Auf der Grundlage meiner Aussagen in meinem neuen Buch

                               < Unwissenheit entmachtet >

"Es gibt keine gute oder schlechte Geschichte. Es gibt aber falsche und richtige Lehren daraus. Eine Entscheidung darüber kann nur jedes Volk selbst treffen. Nichts ist so gut, dass es nicht noch von der Menschheit verbessert werden kann."

​möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen:

​1. Nach 1945 wurde Deutschland willkürlich in zwei separate Staaten 

​z e r r i s s e n.

​2. Auch nach der sogenannten Wiedervereinigung 1990 (Annektierung!) der beiden wohl sehr unterschiedlichen Staaten zur BRD bleibt Deutschland ein Besatzungsland.

​Warum?

1. Wir haben noch keinen entsprechenden Friedensvertrag.

​Damit ist unsere Souveränität sehr zweifelhaft.

Viele Deutsche betrachten die BRD eher als Vasallenstaat der USA!

​2. Wir sind zwar Mitglied der NATO geblieben,

wir sind aber keine Atommacht, wie es z. B. Frankreich und anderen NATO Mitgliedern  sind.

( Es lagern nur Atomwaffen anderer Mächte auf deutschen Boden, ohne das unsere​ Bundeswehr direkte Entscheidungsfreiheit darüber hat!)

​4. Wir sollen aber die < S p e e r s p i t z e > der NATO sein!!!

​Wie sollen wir so  auf gleicher Augenhöhe z. B. mit Frankreich u . a.  verhandeln?

​Wie sollen wir so als Mitglied der NATO, die ja als Verteidigungspartnerschaft

​gegründet worden ist, gleichberechtigt auftreten können, um unsere

W e h r f ä h i g k e i t  auch wirklich abzusichern ?

​Wobei das  Feindbild der NATO   < Russland>   geworden ist.

​Dies ist aber gerade für   D E U T S C H L A N D  nicht die richtige Schlussfolgerung aus der Geschichte.

​Gerade solch eine weitere Eskalation bis hin zu einem neuen Krieg, der bekanntlich durch die bestehende Konstellation der NATO wieder auf deutschen Boden ausgetragen werden würde, kann nicht die richtige deutsche Außenpolitik unserer heutigen Regierung sein.

​Deshalb ist es für mich verständlich, dass Bürger unseres Vaterlandes sich nicht mit der heutigen BRD identifizieren wollen, um damit ein generelles Umdenken in der Außenpolitik Deutschlands in Europa und in der ganzen Welt zu erreichen.

Natürlich muss man aber dabei auf dem Boden der Demokratie; einschließlich unserer Verfassung bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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