Fortsetzung

 

 

 

< Wenn der Mensch zur Ware wird >

 

 

Die Leibeigenschaft

 

Anmerkung:

Die Leibeigenschaft oder Eigenbeihörigkeit bezeichnet eine vom Mittelalter

bis in die Neuzeit verbreitete persönliche Verfügungsbefugnis eines

Leibherrn über einen Leibeigenen.

Leibeigene waren zu Frondiensten verpflichtet und durften nicht vom

Gutshof des Leibherrn wegziehen. Sie durften nur mit Genehmigung des

Leibherrn heiraten und unterlagen seiner Gerichtsbarkeit. Meist waren

Leibeigene auch Grundhörige und oft war der Grundherr zugleich der

Leibherrn des Bauern. Grund hörige bewirtschafteten Grund und Boden

ihres Grundherrn (Inwärtseigen) und schuldeten ihm als Gegenleistung

Naturalabgaben und Hand- und Spanndienste. Die Leibeigenschaft

verstetigte die , ähnlich wie die Erbuntertänigkeit, vergrößerte die Pflichten

der Bauern und bewirkte eine doppelte Abhängigkeit der Bauern. Aufgrund

ihrer unterschiedlichen Handhabung und Zwecksetzung bildet die

Leibeigenschaft keinen einheitlichen Rechtsbegriff. Das Bild eines unter

gleichförmigen Bedingungen vor sich hin vegetierenden Bauernstandes hat

die Geschichtswissenschaft aufgegeben. Die Leibeigenschaft lag ihrer

Ausgestaltung nach oft zwischen Sklaverei und Hörigkeit. Sklaverei und

Leibeigenschaft sind heute gleichermaßen geächtet: Leibeigenschaft in

Form der Gutsherrschaft im ostelbischen HYPERLINK wurde aber wie

Sklaverei empfunden und ihr gleichgesetzt.

Grundherrschaft und Leibherrschaft wurden in dem fast einhundert

fünfzigjährigen Prozess der Bauernbefreiung abgelöst.

 

 

 

Ich bin Iwan.

 

Auf dem folgenden Bild stehe ich mit meiner Familie in der Mitte. Wir waren

Leibeigene. Auf dem Stuhl seht ihr den

Leibherrn. Er teilte uns zu Frondienste ein. Er konnte über uns verfügen wie

er wollte:


 

 


 

Wir mussten oft über 12 Stunden für ihn auf seinen Feldern

arbeiten.

 

Unser Haus:

 

 

Mein Onkel Wasili ist auf dem folgenden Bild ganz vorn zu

sehen.

Er musste oft mit vielen anderen Leibeigenen  Schiffe

flussaufwärts ziehen.

Diese Schiffe waren mit Waren für die Leibherrn beladen. Oftmals

waren sie selbst zu einem Ausflug auf solchen Schiffen.

 

 

 

 

Die Adligen lebten in <Saus und Braus>.

 

 

Sie feierten viele Feste.

 

Sie hatten herrliche Burgen und Schlösser so wie auf dem folgenden Bild:

 

 

 

Wenn ich einmal ein Erwachsener bin, dann werde ich die Blutsauger alle

verjagen.

 

 

 

Ich werde dann

 

 

                       Revolutionär!

 

 

 

 

 

 

 

                                                             2. Kapitel

 

 

 

Der Frühkapitalismus

 

 

 

Ich bin Friedrich.

 

Ich lebte zusammen mit meinen Eltern und Geschwistern  in einem

Mietshaus.

Hier seht ihr mich ganz hinten in unserer Wohnung. Ich esse gerade aus

einer Schüssel mit Brotsuppe.

Wir hatten eine kleine Küche und ein Wohnzimmer, in dem wir alle auch

geschlafen haben.

 

 

Die Reichen wohnten in herrlichen Schlössern:

 

 

Meine Mutter ( im folgendem Bild ganz vorn! ) musste jeden Tag 12

Stunden in einer Weberei arbeiten um etwas Geld zu verdienen.

 

 

Auch wir Kinder mussten oft beizeiten arbeiten.

Auf dem folgenden Bild ist meine Schwester in einer

Weberei bei der Arbeit zu sehen:

 

 

 

 

Die Fabrikbesitzer wurden durch unsere schwere und lange Arbeit immer

reicher.

 

Wenn ich einmal ein Erwachsener bin, werde ich diese Blutsauger alle

verjagen!

 

Ich werde einmal

 

 

                            Revolutionär!

 

 

 

 

Heinrich Heine:

 

Heinrich Heine

 


 

 

 

 

 

Er prangert im Gedicht die maßlose Ausbeutung der damaligen Weber in

den schlesischen Webereien an:

 

Die schlesischen Weber


 

 

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!
 
Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt -
Wir weben, wir weben!
 
Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt -
Wir weben, wir weben!
 
Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
Wir weben, wir weben!
 
Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht -
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch -
wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!
 

 


 

Mein Onkel war Bauer. Auf dem folgenden Bild pflügt er gerade.

Er musste auch sehr schwer und lange am Tag arbeiten.

 

 

Die Großgrundbesitzer wurden durch unsere schwere und lange Arbeit

dafür immer reicher.

 

 

Wenn ich einmal ein Erwachsener bin, werde ich diese Blutsauger alle

verjagen!

 

 

Ich werde einmal

 

                           Revolutionär!

 

 

 

 

 

 

Heinrich Heine schrieb zu Lage in Deutschland das folgende Gedicht:

 

Deutschland. Ein Wintermärchen.


 

Im traurigen Monat November war's,


Die Tage wurden trüber,


Der Wind riß von den Bäumen das Laub,

Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,

Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen


In meiner Brust, ich glaube sogar


Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,


Da ward mir seltsam zumute;


Ich meinte nicht anders, als ob das Herz

Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.


Sie sang mit wahrem Gefühle Und falscher Stimme, doch ward ich sehr

Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,

Aufopfrung und Wiederfinden

Dort oben, in jener besseren Welt,


Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,

Von Freuden, die bald zerronnen,

Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt


 


 

Verklärt in ew`gen Wonnen.

 

 

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,

Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

 

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,

Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,

Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug.

Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir

Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir euch besuchen


 

Dort oben, und wir, wir essen mit euch

Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied!
Es klingt wie Flöten und Geigen!

Das Miserere ist vorbei,

Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt

Mit dem schönen Geniusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,

Sie schwelgen im ersten Kusse.

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,

Die Ehe wird gültig nicht minder -
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!

Ein Hochzeitkarmen ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf die Sterne der höchsten Weihe -

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen -
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,

Ich könnte Eichen zerbrechen!

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte -
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,

Und es wuchsen ihm neu die Kräfte.

 

 

 


 

Entstehungsgeschichte

 

Unzufrieden mit den politischen Verhältnissen im Deutschland

der Restaurationszeit, die ihm als getauftem Juden keine

Möglichkeit für eine juristische Tätigkeit boten, und auch um

der Zensur zu entgehen, emigrierte Heine 1831 nach

Frankreich.

1835 verbot ein Beschluss des deutschen Bundestags seine Schriften

zusammen mit den Veröffentlichungen der Dichter des Jungen

Deutschland. Ende 1843 kehrte er noch einmal für wenige Wochen nach

Deutschland zurück, um seine Mutter und seinen Verleger Julius Campe in

Hamburg zu besuchen. Auf der Rückreise entstand, zunächst als

Gelegenheitsgedicht, der erste Entwurf zu Deutschland. Ein

Wintermärchen, den er im Laufe der nächsten drei Monate zu einem höchst


 

humoristischen Reiseepos weiterentwickelte, zu verifizierten Reisebildern,

die eine höhere Politik atmen als die bekannten politischen Stänkerreime.

Sein damaliger Verleger allerdings fand das Werk von Anfang an zu radikal

und warnte sein Schützling:

Sie werden viel für diese Gedichte zu leiden

haben […] Nicht zu gedenken, dass Sie den Patrioten neue

Waffen gegen sich in die Hände geben und so die

Franzosenfresser wieder in die Schranken rufen, auch die

Moralisten

 

werden über Sie herfallen […] Wahrlich, ich habe nie so bei

einem Ihrer Artikel geschwankt als eben bei diesem,

nämlich was ich tun oder

lassen soll.“

 

Das fertige Versepos erschien 1844 beim Verlag Hoffmann und Campe in

Hamburg. Nach der Zwanzig-Bogen-Klausel, einer Zensurrichtlinie der

Karlsbader Konferenz von 1819, unterlagen Manuskripte von mehr als

zwanzig Bogen, also mehr als 320

Seiten, vor dem Druck nicht der Zensur. Daher brachte der Verlag

Deutschland. Ein Wintermärchen zusammen mit anderen Gedichten im

Band Neue Gedichte heraus.

Trotzdem musste sich Heine zu seinem Bedauern vor der

Veröffentlichung seines Werkes „dem fatalen Geschäfte des

Umarbeitens“ unterziehen und den Versen zahlreiche

Feigenblätter“ anheften, um dem voraussehbaren allgemeinen

„Naserümpfen“ etwas vorzubeugen und sich

gegen den Vorwurf zu wehren, ein „Verächter des

Vaterlands“ und parteiischer „Freund der Franzosen“ zu sein.

Schon am 4. Oktober 1844 wurde das Buch in Preußen verboten und

beschlagnahmt. Am 12. Dezember 1844 erließ König Friedrich Wilhelm

IV.von Preußen einen Haftbefehl

gegen Heine. In der Folgezeit wurde das Werk wiederholt von den

Zensurbehörden verboten. In anderen Teilen Deutschlands war es zwar in

Form einer – ebenfalls bei Hoffmann und Campe erschienenen –

Separatausgabe erhältlich, doch musste Heine es kürzen und umschreiben.


 


 

 

                3. Kapitel

    

 

Die kapitalistische – imperialistische Epoche im

21.Jahrhundert

 

 

Armut

 

 

 

Ich bin Heiko.

Ich gehe schon in die 6. Klasse.

Auf dem Bild stehe ich ganz oben. Ich habe gerade meinen grauen

Lieblingspullover mit Kapuze an.

 

 

Ich habe noch eine Schwester, die in die 3. Klasse geht und einen

kleinen Bruder, der dieses Jahr in die Schule gekommen

ist.

Wir wohnen in einer 3 Zimmer- Wohnung.

Meine kleine Schwester Isabel schläft mit im Zimmer bei meiner Mutter.

Mein Bruder Jens und ich haben ein eigenes Zimmer.

Meine Mutter arbeitet als Verkäuferin in einem Supermarkt.

Wir waren noch nie im Urlaub. Meine Mutter sagt, dass sie froh

ist die Miete für unsere Wohnung bezahlen zu können.

Mein Vater ist Libanese. Er ist schon seit einigen Jahren wieder

zurück zu seiner Familie, weil er hier keine Arbeit bekam. Meine

Mutter hat einen Freund, der wohnt aber nicht bei uns.

Ich habe auch einen Freund. Er heißt Oliver und geht auf ein

Gymnasium. Er muss aber mit der Straßenbahn zur Schule fahren.

Wir spielen oft zusammen. Er hat keine Geschwister.

Er kann zusammen mit seinem Eltern jedes Jahr Urlaub

machen. Er ist sogar schon mit einem Flugzeug geflogen.

Wenn ich einmal groß bin, möchte ich Busfahrer werden.

Ich beneide oftmals meine Schulkameraden, wenn

sie von sich sprachen. Sie hatten alle auch einen Vater.

Mein innerlicher Wunsch war, dass mein Vater auch bei uns

immer sein könnte.

 

Anmerkung:

 

Millionen Menschen leiden in der heutigen Welt unter Hunger,

Gewalt und Vertreibung; nicht nur in Kongo!

In der aktuellen Presse werden viele Artikel über die Not der

Menschen veröffentlicht.

Ich habe aber noch in keinen dieser Artikel die Aufdeckung der

eigentlichen Ursachen für dieses Elend der Menschen nur

annähernd gelesen!

In den Artikeln müssten die Ursache für dieses heutige Elend in

den gesellschaftlichen Verhältnissen gesucht werden.

 

Anbei ein aktueller Artikel aus der Tagespresse

Zur Lage der Jüngsten“ in der heutigen Welt:

 

                            

 

 

 

Auch heute haben wir noch einen

 

DIKTATOR.


Sein Name ist < DAS GELD > (Kapital ) !

 

Er bestimmt, wie jeder einzelne Mensch oft schon von jungen

Jahren an ( also schon als Kind!) auf unserer Erde leben kann.

Es werden auch heute Kinder geboren, die eigentlich schon

Millionäre sind ohne dass sie, wie man so sagt, noch nicht einmal

<den Finger krumm> gemacht habe. ( Damit soll aber

keine Schuldzuweisung an diese Kinder gerichtet sein ! )

Die Mehrheit der Kinder wird aber durch redliche Arbeit nicht

reich; ganz im Gegenteil. Auf vielen von ihnen wartet dann nur

noch dir Altersarmut.

( Ausnahmen bestimmen die Regel! - Mein Vater erzählte mir

z. B. eine Geschichte aus Amerika: „Vom Tellerwäscher zum

Millionär.“ Für mich war das eher nur eine Legende. )

Die Kluft zwischen arm und reich geht auch heute weiter auseinander.

Natürlich hat der Begriff <Armut> heute eine andere Bedeutung

als z. B. Im 17. Jahrhundert. Damals war es bestimmt kein

Wunsch der Armen auch ein Fahrrad wie die Reichen zu besitzen,

weil es dieses ja noch gar nicht gab.

 

Anmerkung:

Spenden allein helfen nicht diese Probleme in der Welt zu lösen!

 

Heute besitzt sogar ein Hartz IV Empfänger vielleicht ein Auto.

Das noch in den 20-ziger Jahren als Luxus der Reichen galt. (Ob

er bei den heutigen Spritpreisen damit noch fahren kann steht

wieder auf einem „anderen Blatt“!) Dafür hat er aber heute

andere materielle Sorgen (und nicht nur die Harz IV Empfänger)

um auf der Erde leben zu können.

 

Heute muss man von einer Verschärfung der Ausbeut(e)-ung

sprechen.

Warum? Heute schafft ein Arbeiter in einer Stunde solch einen

Mehrwert (Profit) für den Arbeitgeber (Kapitalist), wie er im

Frühkapitalismus hätte dazu eine ganze Woche arbeiten

müssen.

 

Es gibt immer noch bettelarme und super-reiche Menschen.

 

(In meinen Filmausschnitten „Boot Polish“, als DEFA Film

Im Schatten des Lebens“ und auf den Bildern meiner Homepage

rolli0341.de möchte ich das nur andeuten!)

 

Diese Verwerfungen in der menschlichen Gesellschaft versuchen

die Machthaber auch heute noch als Demokratie an den Kleinen

Mann zu verkaufen. Wie lange der Kleine Mann dies noch so

<abkauft> (vielleicht noch 10 Jahre, 100 Jahre

oder 1000 Jahre?) weiß ich nicht.

 

 

Man sollte eigentlich nie – nie sagen!

 

 

 

Die Menschen sollten daran denken, dass wir alle nur Gäste

unserer Erde sind.

Es gibt aber leider Menschen, die sich nicht als Gäste

benehmen, sondern als

 

      Besitzer und Beherrscher unseres Planeten!

 

 

                       ( Ende des Probelesens! )

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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