Pontifex

 

Papst Franziskus

 

 

Der neue Pontifex bleibt sich treu:

Auch an seinem ersten Osterfest als Papst lagen Franziskus vor allem die Probleme der Menschen am Herzen. In einer bewegenden Osterbotschaft forderte er Frieden weltweit. Im Nahen Osten zwischen Israelis und Palästinensern, im Irak und in Syrien, aber auch in den zahlreichen Krisengebieten des afrikanischen Kontinents. Besonders erwähnte der Papst die koreanische Halbinsel, der ein "neuer Geist der Versöhnung" bei der Überwindung der Differenzen helfen möge.

Franziskus bat im Namen des auferstandenen Jesus darum, dass dieser Tod, Hass und Rache in Leben, Liebe und Vergebung verwandle sowie den Krieg in Frieden - und zwar überall. "Um Frieden für die ganze Welt, die immer  noch von der Gier nach schnellen Profit geteilt ist, die verwundet ist vom Egoismus, der das menschliche  Leben und die Familie bedroht", bat der Papst.

Ein Bild vom Jesus Leidensweg:

 

Der Leidensweg Jesu:

Seine Mutter (Maria) stand am Rande mit den Händen flehend nach Gott gerichtet.

Sie soll gesagt haben:

"Ach mein Sohn, wärst du doch Zimmermann ( oder Bautischler) wie dein Vater (Josef) geblieben!"

 

 

Dieses irische Segenswort fand ich auf einem Aushang:

 "Wenn du mit Wohlstand gesegnet bist,

   möge Gott dir ein großzügiges Herz geben,

   das mit den Armen teilt."

 

Scharf verurteilte der Papst den "Egoismus, der den Menschenhandel fortsetzt, die in diesem 21. Jahrhundert am weitesten verbreitete Sklaverei", und die südamerikanische Plage des Drogenhandels.

Wenn alle Menschen der Welt so denken würde wie der Papst Franziskus, dann ... !?

Diese Worte könnten auch von mir stammen:

          

                                                                          

 

Kommentar:

Die Grundlage für die Bemühungen zur Reformierung der katholischen Kirche sind die Ausführungen des Papstes zur weiteren Entwicklung im 21.Jahrhundert.

Dabei machte er aufmerksam, dass der Vatikan sein Wirken und seine Ausstrahlung verändern muss. Die Kirche darf nicht nur vertikal

( also Gott - Kirche - Menschheit) ihre Aufgaben optimieren, sondern sollte heute den Schwerpunkt horizontal ( Kirche  - Menschheit ) setzen.

Sie muss als Kirche mehr auf die Probleme der Menschheit eingehen und helfen diese zu beseitigen.

Ich glaube, dass dadurch die Kirche wieder mehr Zuspruch der heutigen Menschen erwarten kann. 

 

 

 

 

 

Kommentar:

Papst Franziskus besuchte Pfingsten 2014 das Heilige Land.

Zu einem Gebet an Gott für den Frieden in dieser Region aber auch in der ganzen Welt waren im Vatikan dazu der Präsident von Israel Peres und der Präsident von Palästina Abbas eingeladen.

Zugegen waren auch jüdische, islamistische und christliche Kirchenvertreter.

Als Gast nahmen auch Abgesandte der orthodoxen Kirche teil.

Mit großem Engagement des Papstes Franziskus

kam dieses Treffen zustande.

Mit einem in klaren Worten verfassten Gebet versuchte der Papst die Verantwortung der Kirchen für die Gestaltung des Friedens besonders zwischen den beiden Ländern Israel und Palästina im Namen Gottes anzumahnen.

In den Gebeten der Geistlichen konnte man auch viele Gemeinsamkeiten erkennen. Nur der Glaube an einen gemeinsamen Gott wurde abgelehnt.

Einer der kirchlichen Würdenträger brachte in seinem Gebet auch zum Ausdruck, dass er glaube, dass <sein> Gott einen anderen Gott an seiner Seite nicht akzeptieren würde.

Hinweis:

Ich möchte hier nur darauf hinweisen, dass es in der Geschichte der Menschheit Zeiten gab, wo die Menschen an die verschiedensten Götter glaubten, und sie konnten damit auch leben!

An dieser Stelle möchte ich auf meine Heimseite/Menüpunkt "Gleichnis" verweisen. Dort wird durch die Ringparabel von Lessing die Gleichstellung der drei großen Religionen betont.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch meine eigenen Gedanken zu einer unlängst ausgesprochenen Forderung des Papstes nach einer " Armen Kirche für die Armen!" formulieren, weil diese Forderung auf Missverständnis bei einigen Menschen gestoßen ist.

Ich glaube, er wollte damit darstellen, dass nur eine "Arme Kirche" auch die Probleme der Armen, also der Bedürftigen, überhaupt erst einmal erkennen kann um dann mit Gottes Hilfe diese beseitigen hilft.

Wie die Geschichte der Menschheit erkennen lässt, kann eine "Reiche Kirche´" dies nicht, weil ihr Blickwinkel nach oben, also zu den Reichen dieser Erde (also dorthin, wo sich der materielle Reichtum angesammelt hat und auch heute noch weiter ansammelt!) so steil ist, dass sie die Bedürftigen einfach übersehen muss. Dies kann aber, nach der Mentalität des Sohn Gottes, Jesus Christus, nicht der Auftrag unseres Vaters im Himmel an die Menschheit sein.

Natürlich muss man zur Richtigstellung sagen, dass der Papst unter einer "Armen Kirche´" nicht meint, dass diese keine finanziellen Mittel braucht.

Ganz im Gegenteil. Um ihre Aufgaben und damit ihre Funktionalität zu erhalten und zu erweitern benötigt die Kirche selbstverständlich viel Geld. 

Ich bin aber der Meinung, dass die Kirche allein diese Aufgabe nicht in der heutigen Zeit bewältigen kann.

Warum?

Weil auch bei ihr gilt: Der "Diktator Kapital" (also das Geld!) steht auch heute noch in unserer irdischen Welt über der Kirche!

 

Ein Mann mit "Rückgrat" - Papst Franziskus:

 

                                

Kommentar:

Die Kirche ist nicht dazu da, die Missetat anderer zu übernehmen.

Die Beichte bedeutet die Abnahme der Schuld eines Menschen

um vor Gott zu bestehen.

Sie eliminiert aber nicht die irdische Schuld eines Menschen.  

Gott hat dem Menschen nicht nur eine Zunge sondern auch noch ein Gehirn gegeben.

 

Weitere 10 Gebote:

- Du sollst nicht gierig auf materiellen Reichtum sein.

- Du sollst mehr fragen.

- Du sollst dein Vaterland lieben.

- Du sollst die Wahrheit suchen.

- Du sollst jeden Tag ein wenig Gutes tun.

- Du sollst den Krieg verabscheuen.

- Du sollst leben und leben lassen.

- Du sollst den Frieden lieben - aber nicht wehrlos sein.

- Du sollst andere Kulturen achten und die eigene

  < wie deinen Augapfel hüten>! 

- Du sollst menschlich sein.

 

Gestatten: Mein Name ist  E n g e l.

 

                <   Der F r i e d e n s e n g e l    >

 

Hören Sie bitte dazu : An Angel - Die Kelly`s

 

Ein Mann der Wahrheit - Papst Franziskus:

Auf einer Messe bezeichnete er als ersten Völkermord im 20. Jahrhundert die systematische Tötung von ca. 1 500 000 Armenier (vom Kind bis zum Greis!) durch die Türken in den Jahren 1915/1916.

Kommentar:

Für mich war auch schon die Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner (also Landbesitzer) von Amerika durch die weißen Eroberer , benannt von ihnen als Indianer ( auch als Rothäute oder Wilde bezeichnet - vergleichbar auch mit Untermenschen!), ein systematischer Völkermord.

Auch die Ermordung der Völker HERERO und NAMA durch die deutschen Kolonialisten in Jahren 1904 bis 1908 muss ich als Völkermord erwähnen.

Weitere Beispiele: http://www.balkanforum.info/f16/voelkermorde-geschichte-8486/

 

Ein Mann mit Realitätssinn - Papst Franziskus:

Während eines Treffens mit dem Präsidenten des Jüdischen Kongresses in Russland, Yuri Kanner, hat der Papst Franziskus betont, dass es vor allem die russische Bevölkerung ist, die unter den "ungerechten europäischen Sanktionen" leitet.

Kommentar

Das die kleinen Leute eines Landes zur Zielscheibe politischer Auseinandersetzungen gemacht werden ist schon uralt und gehört auch heute wieder zu den Methoden des KALTEN KRIEGES.

 

Ein Mann mit Verantwortungsgefühl und Weitsicht - Papst Franziskus:

Die aktuellen Aktivitäten des Papstes im Ausland zeigen erneut die Bemühungen

der katholischen Kirche um die Verständigung der großen Religionen untereinander.

Dies ist ein weiterer Schritt zur Befriedung der Menschheit in der Welt.

Damit zieht die Kirche richtige Lehren aus der Geschichte, wo oftmals der religiöse Glaube benutzt worden ist, die Völker aufeinander zu hetzen, um Macht und Habgier einzelner Herrscher immer wieder in Realität umzusetzen.

 

Papst Franziskus lässt sich nicht "kaufen":

 

Die Kirche ist für alle offen! 

Papst Franziskus geht den richtigen Weg.

Kommentar: Papst Franziskus hat sich durch sein bisheriges Auftreten in der Welt nicht nur Gehör sondern vor allem Respekt und Anerkennung verschafft.

Wenn ich heute die aktuelle Presse verfolge, könnte ich glauben, dass der Papst Franziskus " v e r s c h o l l e n "  ist !

 

Papst Franziskus prangert das "Verstecken der Armut" in der heutigen kapitalistischen Welt an:

 

 

 

"Aller Anfang ist schwer." -  Nach mehr als 1000 Jahren trifft  Papst Franziskus erstmals den Moskauer Patriarchen Kyrill in Havanna.

 

 

Kommentar: Hat hier Gott an die Menschheit ein Zeichen gesetzt?

                      Kommt die Menschheit einander näher?

                      Verstehen die Menschen mit den unterschiedlichen Kulturen der

                      der Völker ( dazu zähle ich insbesondere den unterschiedlichen

                      Glauben an Gott, die Traditionen, die Sprachen , die Mentalitäten,

                      die Hautfarbe, die wirtschaftlichen Belange usw. ) friedlich auf

                      unserer Erde zu leben?

Vergleichbar auch mit dem Begriff:    V ö l k e r v e r s t ä n d i g u n g !

Es geht heute nicht mehr nur ums Leben sondern ums  Ü b e r l e b e n !

 

Die folgenden Zeilen zu schreiben fallen mir schwer:

Man sagt:  <Irren ist menschlich >.

Der Papst ist ein Mensch, und er irrt.

Seine aktuellen Botschaft an Europa mehr Barmherzigkeit aufzubringen ist an die falsche Adresse gerichtet.

Nicht der KLEINE MANN in den europäischen Ländern verwehrt diese Barmherzigkeit aus egoistischen Gründen, sondern aus Existenzangst, die auch nach den Flüchtlingswellen nach Europa, berechtigt ist.

Wer hat denn diese Flüchtlingswelle  p r o d u z i e r t ?

Wer organisiert dies Flüchtlingswelle gerade nach Europa?

Warum gibt es z. B. nicht auch eine Flüchtlingswelle nach den USA, nach Kanada , Australien usw.

​​Wo bleibt hier die Barmherzigkeit?

Wer hat denn in den Ländern wie Libyen, Irak, Afghanistan usw. den Völkerhass  durch militärische (und nicht durch humanitäre! ) Aktionen weiter geschürt? (Auch der unterschiedliche religiöse Glaube wurde und wird dazu nur benutzt!)

​Wo war hier die Barmherzigkeit?

Wer versucht denn in Europa die Länder wieder kriegerisch aufeinander zu hetzen?

Wer verhindert denn gerade in Europa, dass sich die unterschiedlichen Kulturen und Glaubenszugehörigkeit wenigsten zu einem friedlichen Nebeneinander endlich entwickeln können?

​​​Wo ist hier die Barmherzigkeit?

Es ist das USA-Imperium durch seine ständige Hegemonie zur Weltherrschaft.

Das Fundament dieses kapitalistischen-imperialistischen Gesellschaftssystems

ist die maßlose Gier nach materiellen Reichtum und die Macht über andere Völker.

Dorthin wäre der Appell des Papstes, folgerichtig seines bisherigen Anliegens nach einer Kirche der Armen, die  Forderung nach Barmherzigkeit zu richten!

Die Menschen sollten immer barmherzig sein!

Nicht nur im, vom Papst Franziskus verkündeten,

< Jahr der Barmherzigkeit 2016 >!

 

​​Meine Gedanken zum aktuellen Treffen des 100. Katholikentag in Leipzig:

Die Zielstellung dieses Treffen wird u.a. sein, dass Christen und Nicht-Christen eine Dialobereitschaft signalisieren.

​Dieses tolerante Umgehen der Menschen sollte sich von Leipzig in die ganze Welt verbreiten.

Nur dadurch besteht die Chance den Weltfrieden zu erhalten.

​Die Papst-Botschaft für Leipzig:

"Gebt der Stimme der Armen mehr Raum" zeigt welche neue Position die katholische Kirche bei der Beseitigung der Armut in der ganzen Welt bezieht.

Man sollte sich bei diesem Treffen in Leipzig auch bewusstmachen, dass

< die Eingrenzung > ( also die Integration) von Menschen nicht mit der gleichzeitigen < Ausgrenzung >  kompatibel für eine Politik der Vernunft ist!

 

​​Meine Lebensfragen an die Christenlehre:

​Ich habe in meinem Leb​e​n schon viele Gotteshäuser und viele Predigten mit großer Aufmerksamkeit besucht bzw. verfolgt.

Ich war z. B. auch schon bei den Mormonen, Orthodoxen usw. zu Gast.

In der Christenlehre wurde dabei viel über den Leidensweg Jesu (Jesus Christus) und über die daraus resultierenden Aufgaben der Kirche zelebriert.

Zwei für mich aber wichtige Fragen wurden dabei aber immer nur angedeutet:

1. Wer hat Jesu ( also Jesus Christus!) gekreuzigt - also ermordet?

​2. Warum wurde Jesu verfolgt, gekreuzigt und ermordet?

Nur wenn man hier deutlichere Aussagen dazu macht, kann die Lehre von Jesus Christus als Sohn unseres Herrn Gottes auch für die Armen verständlich und erstrebenswert sein.

Ich durfte auch bei den Hindus zu Gast sein.

Bei den Hindus lernte ich Samsara kennen ( wörtlich: „beständiges Wandern“) ist die Bezeichnung für den immerwährenden Zyklus des Seins, den Kreislauf von Werden und Vergehen oder den Kreislauf der Wiedergeburten in den indischen Religionen Hinduismus, Buddhismus und Jainismus.

Bemerkungen zur heutigen katholischen Kirche:

Bei all´ diesen Anstrengungen, die der Papst Franziskus macht die Kirche  zu reformieren, muss gesagt werden:

Es ist keine Veränderung sondern nur eine  A n p a s s u n g  der Kirche an die reelle Situation der Menschen im heutigen 21. Jahrhundert.

So war es auch schon in der Geschichte.

Die Kirche wollte keine Veränderung sondern immer nur eine Anpassung um ihre existentielle Aufgabe zu sichern.

Für dieses Verhalten der Kirche ist die eigene  d o g m a t i s c h e Christenlehre verantwortlich.

 

Meine Gedanken zu Ostern 2017:

 

Dieses Video ist mir zu wichtig, weil es meine beiden gestellten Fragen beantwortet.

1. Wer hat Jesu ( also Jesus Christus!) gekreuzigt - also ermordet?

​2. Warum wurde Jesu verfolgt, gekreuzigt und ermordet?

 

Deshalb möchte ich es hier auf meiner Heimseite in voller Länge wiedergeben:

 

 

Meine Gedanken zum Osterfest 2017 sind mit Zweifel kontaminiert.

Was hat sich seit der Ermordung Jesu (Jesus Christus) in der Entwicklung der Menschheit bis heute verändert?

Ist der Mensch  besser geworden ?

Viele Menschen sind seither in der Welt an Krankheiten, Seuchen und Hunger gestorben und  

                                   -  dies ist auch heute in unserer Welt noch so.

 

Immer mehr Menschen wurden durch Schlachten und Kriege (durch Weltkriege) zum Opfer und 

  

                                  -  dies ist auch heute in unserer Welt noch so.

 

Und was ist mit unseren Kindern?

Sie wurden und werden heute noch schuldlos  durch den Sog der Schuldhaftigkeit ( also der Sünden!) der Erwachsenen ebenfalls zu Opfern.

Sie allein haben nicht die Kraft sich dagegen zu wehren

 

                                   -  dies ist auch heute in unserer Welt noch so.

 

Ich füge hier ein:

 

 "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen."

(J. W. Goethe)

Ergänzung von mir zum o. g Unterschied:

Auch Habgier (gemeint ist hier die maßlose Gier nach materiellem Reichtum!), Hass, Intrigen, Quälerei, Folter, Mord ( gemeint ist nicht "das Töten"!), Bestechung, Korruption, Lügen, Hetze u.a. kennt ein Tier nicht; dies hat nur der Mensch hervorgebracht!

 

Kommentar:

So sollte man diese Frage wie auf dem folgenden Plakat nicht stellen, weil sie von vornherein die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Evolution des Menschen negiert:

 

 

Aus der < oder > muss eine  < und >  Beziehung werden, weil hierbei kausale Zusammenhänge zu beachten sind!

Diese Aussage muss lauten:

Wir verändern die Welt     u n d       die Welt uns.

 

​Aktuelles aus der Presse vom Papst Franziskus:

 

Papst Franziskus in Cartagena mit seinem blau unterlaufenen linken Auge

 

© AFP Papst Franziskus in Cartagena mit seinem blau unterlaufenen linken Auge

 

Papst Franziskus hört sich die Leidensgeschichten von Opfern des Konfliktes in Kolumbien an und mahnt zum Frieden, wirbt um Vergebung. Millionen pilgern zu ihm. Am letzten Besuchstag gibt es eine Schrecksekunde.

Papst Franziskus hat seine Kolumbien-Reise zu einem starken Friedenssignal genutzt.

Der Lebensstil Jesu fordere dazu auf, "den Weg der Liebe, der Gewaltlosigkeit, der Versöhnung und des Friedens zu gehen", sagte er vor einer Million Gläubigen bei einer Heiligen Messe in Medellín.

Immer wieder mahnte er die Menschen, sich auszusöhnen und Hass zu überwinden.

In dem 50-jährigen Konflikt in Kolumbien mit der Farc-Guerilla starben über 220.000 Menschen, rund 7,5 Millionen wurden vertrieben. Der Vatikan hatte die Verhandlungen über das 2016 erzielte Friedensabkommen mit der Farc unterstützt.

Eine Schrecksekunde gab es am letzten Besuchstag am Sonntag in der Karibik-Metropole Cartagena. Während einer Fahrt mit dem Papamobil verletzte sich Papst Franziskus an der linken Augenbraue. Der 80-Jährige stieß sich an einer Scheibe, als er ein kleines Kind grüßen wollte und das Papamobil bremste

Er setzte mit Blutflecken auf dem weißen Schulterumhang, der Mozzetta, seinen Besuch fort. Ein Begleiter tupfte immer wieder die blutende Augenbraue ab, während das Oberhaupt der katholischen Kirche weiter den Menschen zuwinkte. Nach Ende der Fahrt wurde der Schulterumhang offensichtlich gesäubert, die Braue zierte ein kleines Pflaster. Das Auge war leicht geschwollen.

 

Millionen begeisterte Menschen

 

Im Mittelpunkt seiner 20. Auslandsreise stand das Werben für den Frieden mit der Guerilla. Im Land gibt es aber Kritik an einer Sonderjustiz mit milden Strafen für Farc-Verbrechen sowie an der Gründung einer Farc-Partei, der bis 2026 zehn Sitze im Kongress garantiert werden – und damit mehrere Millionen Dollar Diäten. Zudem erhalten Ex-Kämpfer eine Unterstützung von rund 250 Dollar im Monat.

Hinzu kommen Sorgen, dass andere Banden versuchen werden, in früheren Farc-Gebieten die Kontrolle etwa über den Drogenhandel zu übernehmen, weswegen die Lage für die Bevölkerung nicht sicherer würde. Präsident Juan Manuel Santos, der 2016 den Friedensnobelpreis erhalten hatte, hat stark an Beliebtheit eingebüßt. Daher war auch für ihn der Besuch politisch wichtig. Er dankte dem Papst für dessen Unterstützung.

Die Reise mit Millionen begeisterten Menschen und einem immer wieder gerührten Franziskus wurde zu einem großem Fest des Friedens und des Glaubens. Kinder riefen "Papito, Papito", wenn der Papst im Papamobil vorbeifuhr. Emotionaler Höhepunkt war der Besuch in der früheren Konfliktregion Villavicencio, wo das Oberhaupt der katholischen Kirche auch auf rund 6000 Opfer des blutigen Konflikts traf.

"Heilen wir diesen Schmerz"

Vier Personen erzählten ihre Geschichte: ein Ex-Guerillakämpfer, ein früheres Mitglied der rechten Paramilitärs, ein Minenopfer und eine Frau, deren Mann und Kinder ermordet worden waren. Franziskus legte weiße Rosen am Kreuz derVersöhnung zu Ehren aller Opfer nieder.

Er warb trotz der Verbrechen um Vergebung. "Heilen wir diesen Schmerz und nehmen wir jeden Menschen auf, der Straftaten begangen hat, sie bekennt, bereut und sich zur Wiedergutmachung verpflichtet, indem er zum Aufbau der neuen Ordnung beiträgt." Tausende Menschen nahmen in weiß an der Versöhnungszeremonie teil. Franziskus segnete dabei den schwarzen Christus von Bojayá und widmete ihm ein Gebet.

Der verstümmelte Holzkorpus, dessen Arme und Beine abgerissen worden waren, war im Mai 2002 zwischen Leichen auf dem Boden einer Kirche in Bojayá entdeckt worden. Bei einer Bombenattacke der Farc starben damals in der Kirche in der abgelegenen Regenwaldregion rund 100 Menschen. Heute gilt der Christus als Symbol des Friedensprozesses.

Baum im "Wald der Aussöhnung" gepflanzt

In Villavicencio sprach Franziskus den Bischof Jesús Emilio Jaramillo und den Priester Pedro María Ramírez selig. Jaramillo war Bischof der Diözese Arauca, als er 1989 von der ELN-Guerilla entführt und ermordet wurde. Ramírez war bereits 1948 ermordet worden.

Zum Abschluss des Besuchs in Villavicencio pflanzte der Papst im "Wald der Aussöhnung" einen Baum und griff selbst zum Spaten. Kinder – als Zukunft Kolumbiens – gossen die Erde. "Wir wollen eine Zukunft in Frieden", sagt ein junges Mädchen zu Franziskus.

 

Kurz vor dem Papstbesuch hatte sich auch die ELN als letzte verbliebene Guerillagruppe zu einer Waffenruhe bereit erklärt. Die Hoffnung ist, dass nun auch diese kleinere Guerillagruppe zur Abgabe der Waffen bereit ist, um einen umfassenden Frieden zu erreichen.

 

Meine Meinung:

Man muss nicht erst Papst sein um folgende richtige Erkenntnisse zu haben!

 

 

 

 

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