Toleranz

 

Aus Ehrfurcht ziehe ich vor den beiden Theologen,

Eugen Drewermann und Christian Führer, meinen Hut. 

Sie tragen mit ihrem Engagement dazu bei, die kausalen

Zusammenhänge unserer Zeit den Menschen plausibel zu machen,

um damit eineToleranz unter ihnen zu verwirklichen. 

 

 

 Eugen Drewermann

 

Ich zitiere auszugsweise folgenden Artikel aus der aktuellen Presse unter der Überschrift -  Vorwurf:

Westen betreibt "Neokolonialismus" (Eugen Drewermann)  

Der Theologe Eugen Drewermann wirft der westlichen Welt vor, mit Einsätzen in Krisengebieten wie Afghanistan und aktuell in Mali "eine Art von Neokolonialismus" zu betreiben. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Gefahr durch islamistischen Fundamentalismus "wird eine knallharte Politik betrieben, die aus wirtschaftlichen Interessen und von geostrategischen Überlegungen geleitet ist", kritisierte Drewermann bei einem Vortrag in Unna. Die bislang gemachten Erfahrungen zeigten aber:

"So einfach ist Menschlichkeit nicht herzustellen."  

Drewermann rief zu einem respektvollen Umgang mit anderen Kulturen und Religionen auf. Christen hätten keinen Absolutheitsanspruch auf die Wahrheit, sagte der Theologe.

Weiter sagte Drewermann: "Mit der Bibel unterm Arm sind schon viele Kriege geführt worden, nicht aber mit den Werken eines Goethe, Lessing, Dostojewski oder Shakespeare."

Dieser Mensch ist für mich heute "Jesus Christus" im 21. Jahrhundert:

 

 

 

Ergänzungen dazu aus meinem Buch "Unwissenheit entmachtet": 

Auch über die Energiesituation in der Welt schreibe ich in meinem Buch.

So habe ich z. B. aus der aktuellen Presse entnommen, dass die USA im Irak heute ein Barrel (Fass), das sind umgerechnet ca. 158,98... Liter Erdöl, für 2 Euro einkaufen kann. (Wenn man hier überhaupt noch von "kaufen" sprechen kann!) Das erinnert mich an die Zeiten des Kolonialismus in der Geschichte der Menschheit.

Oder: Laut Statistik verbraucht ein US - Bürger durchschnittlich fünfmal mehr Energie als ein Durchschnitts - Europäer (u.v.a.m.).

 

 

Christian Führer ( verst. am 30.06.2014 )

 

Auszüge aus einem Presse-Interview zur Stiftung

"Friedliche Revolution - wir gehen weiter".

"Meine Kapitalismus-Kritik ist Bestandteil jedes Vortrages. Ich fühle mich bei meiner Forderung nach einer solidarischen Ökonomie durch die Tatsache bestärkt, dass am Höhepunkt der Finanzkrise selbst die Bundesregierung über die Enteignung der Banken nachgedacht hat. Unsere Gesellschaft braucht die Jesus-Mentalität des Teilens. Öffentliche Gelder in die effiziente Entwicklung eines neuen Wirtschafts- und Finanzsystems zu stecken, wäre gut angelegtes Geld. Die irrsinnige Zockerei auf den Schultern derer, die am Ende der Nahrungskette stehen, muss aufhören. Diese unglaubliche Maßlosigkeit, die es möglich macht, dass Manager, die einen Bankencrash verursacht haben, trotzdem zweistellige Millionenbeträge verdienen, macht mich betroffen.

Die Gier ist die Wurzelsünde des Globalkapitalismus und gehört entlarvt.

Eine große Aufgabe, nicht zuletzt für die Kirche."

Kommentar: In einem Nachruf zum Tod des früheren Pfarrers der Leipziger Nikolaikirche Christian Führer las ich in der Presse einen Artikel mit der Überschrift: "Frech, fromm und frei".

Wenn hier unter "frech" - aktiv - verstanden wird, kann ich nur zustimmen.

 

Auch vor diesem Kommentar, Kostas Kipuros, habe ich großen Respekt,

weil er ein Realist,und ich glaube auch, unbefangen ist.

 

Ich muss aber dazu sagen, dass der Menschheit schon seit Jahrzehnten die politischen Doktrinen der US-amerikanischen Präsidenten zur Erreichung der Weltherrschaft bekannt sein müssten! (Daran hat sich auch bis heute noch nichts geändert!)

Zur Durchsetzung dieser Doktrinen ist ihnen auch heute noch jedes Mittel recht! 

                                   

                                                      

 

Auch dieser Kommentar von K.Kipuros aus der Presse ist klar und realistisch:

                                  

 

Alles hat seinen Grund:

Die USA hat eine große Wirtschaft. Solch eine Wirtschaft braucht aber auch viel Energie. Besonders auch viel Erdöl. Das muss die USA sich aber holen. Z.B. aus Irak, Libyen und nun wohl aus Syrien und später noch aus Iran usw.

Solch ein Staat, der 1945 auf die Bevölkerung Japans zwei Atombomben (auf die Städte Hiroshima und Nagasaki!) abgeworfen hat, der im Korea-Krieg bakteriologische und im Vietnam-Krieg gnadenlos auch chemische Waffen gegen die Bevölkerung eingesetzt hat (Dokumentationen davon gibt es genug!), will heute der Welt zeigen, dass er als "Schutzengel" für die syrischen Kinder wieder Waffen gegen ihr Vaterland Syrien einsetzen muss!

Dieser 3-Tage-Blitz-Krieg würde doch nur in einen Flächenbrand übergehen. Dann hätte wohl Albert Einstein mit seinen Zitaten doch noch recht?

Ich kann nur raten: Es ist auch heute noch besser miteinander zu reden als sich zu bekämpfen.

Es wurden aber in der Geschichte schon viele Verträge zwischen den Ländern abgeschlossen; aber genau so viele wieder gebrochen!

Nur die Potenzen (wirtschaftlich und militärisch) eines oder mehrerer Länder kann erzwingen, dass diese vom Vertragspartner auch eingehalten werden.

Meine persönlichen Erkenntnisse zur Einhaltung eines Vertrages:

Ein Vertrag wird mit einem (oder mehreren) Partner abgeschlossen, der jeweils in der aktuellen Situation in der Welt von beiden Seiten  mit der Unterschrift <abgesegnet> wird.

Wenn sich aber die Situation in der Welt so verändert, dass die Bedingungen für den abgeschlossenen Vertrag nicht mehr gegeben sind, kann der (oder die )Partner diesen annullieren und damit als gegenstandslos erklären.

Sollte der andere ( oder die anderen ) Vertragspartner auf die Einhaltung trotzdem bestehen, muss man diese Forderung <als sittenwidriges Geschäftsgebaren auf der Grundlage einer arglistischen Täuschung> einstufen;

weil dann der Vertrag als Erpressung wirksam werden kann; bis hin zur Gefahr

für <Leib und Seele>!!!

Besonders möchte ich bei dieser Problematik auf die Einhaltung des Atombombensperrvertrages ( Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen!) verweisen!

 

Resümee:

Es gib also nicht nur eine "Rote Linie" sondern auch einen "Roten Faden", den man durch die Geschichte verfolgen kann!

 

Die Presse stellte heute in einem Artikel fest, dass es das Wort "Toleranz" in der Bibel nicht gibt. Da kann ich nicht widersprechen. Als die Bibel geschrieben worden ist, gab es dieses Wort nicht. Aber die Ansätze dazu sind vorhanden.

Deshalb gibt es keinen Hinderungsgrund, diese biblische Schrift mit entsprechenden Auslegungen so zu zelebrieren, dass die Menschen bereit sind, die notwendige Toleranz aufzubringen um damit die Grundlagen für eine Solidargesellschaft zu schaffen. 

 

 

Der heutige 14. Dalai Lama ( Tendzin Gyatsho) beantwortete kürzlich eine Journalistenfrage in einem Interview, woher er seine Kraft und sein Wissen nimmt um bei Fragen zur Einschätzung der menschlichen Probleme in der heutigen Welt im breiten Spektrum immer eine Antwort findet.

Er beantwortete diese Frage etwa mit folgenden Worten:

Bei jedem Problem der Menschheit versucht er dieses aus den verschiedensten Blickwinkel bzw. Horizonten zu betrachten, um selbst dann eine eigene Antwort zu finden.

Mein Kommentar dazu:

Diese Einstellung des Dalai Lama ist ein Ansatz für die Entwicklung der Toleranz unter den Menschen.

Gleichzeitig möchte ich aber betonen, dass man nicht alles, was die Menschheit in der Welt hervorbringt, auch tolerieren kann. 

Ich möchte diese Gedanken des Dalai Lama noch weiterführen.

Ich komme dabei auf den bekannten Begriff  < Zwiespalt >.

In der Definition dieses Wortes kommen  < Zerrissenheit - Widerspruch- Kluft - Gegensätzlichkeit und noch viele andere ( ca. noch 20 !) Zuordnungen vor.

Ich möchte hier nur zwei Beispiele aus dem aktuellen BR Fernsehen aufführen, die die Zwiespalt unserer heutigen gesellschaftlichen Verhältnisse wiedergeben.

1. Beispiel: 

In der MÜNCHENER RUNDE wurde festgestellt: Den Bürgern in Deutschland geht es im Vergleich zur anderen Nationen heute sehr gut.

Einige Tage darauf hörte ich im BR Fernsehen in den abendlichen Nachrichten zum HEILIGEN ABEND vom Nachrichtensprecher folgenden Mitteilung, dass auch dieses Jahr in München für die Bedürftigen ( meist Obdachlose!) kostenlos eine warme Mahlzeit ausgegeben wurde.

Diesmal waren es 1800 mehr als im vergangenen Jahr ! ( ? )

2. Beispiel:

Ein Bekannter von mir wohnt seit Jahren in einer WB GmbH zur Miete in Leipzig.

Wie jedes Jahr erhielt er auch dieses Jahr vom Vermieter eine kleine Broschüre über die Entwicklung dieser WBG.

Diesmal war darin besonders die finanzielle Situation der WBG als positiv dargestellt. Die WBG hat auf Grund der sinkenden Leerstände und diverse Einsparungen im vergangenen Jahr einen guten finanziellen Stand erreicht.

Einige Tage später erhielt mein Bekannter eine neue Mieterhöhung!

Begründung lautete nicht etwa, weil durch Verbesserung der Wohnqualität für den Mieters diese Erhöhung notwendig sei, sondern:

Diese Erhöhung erfolgt, weil die anderen Anbieter in Leipzig  auch teurer geworden sind!!!

Die WBG führte dann gleich noch an, dass sie auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen dazu berechtigt sind, und ein Widerspruch des Mieters dazu zwecklos ist.

Ich kann nur noch sagen:

Es kommt immer darauf an, aus welcher

                                                 P e r s p e k t i v e 

man die Probleme der Menschheit  sieht!

 

Meine allgemeinen Feststellungen zur Toleranz unter den Menschen in unserer Zeit:

Ich lese heute viele Appelle an uns Deutschen wegen der Flüchtlingsproblemen in der Welt mehr Verständnis und Toleranz aufzubringen.

Wie steht es nun wirklich bei uns damit?

In meinen Zusammenkünften mit den unterschiedlichsten Menschen muss ich bemerken:

Viele haben immer noch eine 0-Toleranz.

Ich möchte hier keine Wertung darüber abgeben sondern nur einen Vorschlag unterbreiten um hier einen ersten kleinen Schritt zur Entwicklung der Toleranz eventuell zu erreichen.

Toleranz fängt ja bekanntlich bei uns Menschen im Kopf an; also in unserer Denkweise, in unserem Bewusstsein, in unserem Handeln usw.

Dabei spielt die Kommunikation unter den Leuten eine wichtige Rolle.

Hier möchte ich anknüpfen:

Die Leute sollen doch dabei einmal versuchen in ihren Aussagen bei der

                                   < und >   oder   < oder >   

Beziehung mehr die Wiederholung dieser Wörter bewusst zu verwenden, also :

                     < und, und, und.... >     oder      < oder, oder, oder.... >

Damit signalisiert man im Gespräch eine Toleranzbereitschaft um dann eventuell eine Brücke zur Toleranz zu bauen. Dies wäre erst einmal ein Anfang um die weiteren Entwicklung der Toleranz unter den Menschen zu gestalten. 

Grundsätzlich muss ich sagen, das für die kausale Denkweise eines Menschen seine Toleranz relevant ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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